Samstag, 23. Mai 2015
Strandleben in Floridas Nordosten
chrisstef, 05:51h
Die langen Fahrtstrecken sind geschafft, gestern sind wir in Floridas Nordosten, in St. Augustine an den Stränden angekommen. Da wir in den letzten 2 Wochen sehr viel unterwegs waren, haben wir beschlossen, uns 2 Strandtage zu gönnen. Allerdings haben auch die Amerikaner diese Woche einen Feiertag und ein langes Wochenende, sodass wir nicht zelten können. Die Campingplätze an den Wochenenden, insbesondere an den langen Wochenenden sind immer über Monate im Voraus ausgebucht.
Aber auch hier im Osten gibt es schöne Campingplätze. Diese sind von der Vegetation, der Tierwelt und den Geräuschen ganz anders als im Westen. Die Vegetation ist dicht bis tropisch. Es gibt mehr Vögel und vor allem Insekten (nicht nur Moskitos). Auch wenn man Spinnen nicht mag, ist es schon interessant zu beobachten, wie schnell sie ein neues Objekt wie z.B. ein Auto oder ein Zelt mit einem Netz einfangen.
Hier haben wir nun ein Apartment gemietet. Da wir aber bei unseren Reisen in die USA in den letzten 22 Jahren fast nur auf Campingplätzen übernachtet haben, gab es für uns in einem Apartment einiges neu zu entdecken. Los ging es mit dem Wasserhahn in der Küche. Da kein Wasser kam, dachten wir, man müsse erst den Hahn aufdrehen (so wie in Deutschland meist bei der Waschmaschine). Ein passender Knopf war vorhanden, aber Wasser kam trotzdem nicht. Es gab nur einen Riesenlärm. Nach einigen Recherchen stellte sich der Knopf als Schalter für den automatischen Schredder heraus. In Deutschland gibt man sich alle Mühe, möglichst wenig feste Bestandteile in den Ausguss kommen zu lassen. Die Amerikaner lösen das anders: Sie bauen einfach einen Schredder in den Abfluss ein.
Die nächste Überraschung war ein weiteres undefinierbares Geräusch. Zunächst dachten wir, vor unserer Tür wäre ein Kind mit Skateboard unterwegs. Als das Geräusch sich in regelmäßigen Abständen wiederholte, mussten wir doch nachforschen. Ergebnis war: unser Tiefkühlfach produziert Eiswürfel, die in bestimmten Abständen in eine Schüssel fallen. Da wir das nicht wussten und diese Schüssel zweckentfremdet hatten, flogen die Eiswürfel mit einem Riesenkrach durch das ganze Tiefkühlfach. Naja, woher sollen wir wissen, dass hier die Eisfächer selbständig und unaufgefordert Eiswürfel produzieren? Also wieder was gelernt ...
Ansonsten genießen wir unsere 2 Strandtage, auch wenn Strandurlaub für uns nicht das Richtige ist und der Strandtag meist nach 2 Stunden vorbei. Immerhin haben wir gelernt, dass es hier nicht immer nur heiß ist. Gestern war es unerträglich und wollte auch nachts nicht abkühlen. Heute dagegen war es tagsüber sehr angenehm und vorhin gegen 21 Uhr mussten wir sogar vom Balkon flüchten. In Shorts und T-Shirt war es dort zu kalt.
Ein kleines Rätsel zum Abschluss: Woran erkennt man an einem geparkten Auto, ob dieses von einem Amerikaner oder einem Europäer abgestellt wurde? Die Auflösung und ein paar Bilder gibt´s im Kommentar.
Einen schönen Sonntag und Feiertag!
Aber auch hier im Osten gibt es schöne Campingplätze. Diese sind von der Vegetation, der Tierwelt und den Geräuschen ganz anders als im Westen. Die Vegetation ist dicht bis tropisch. Es gibt mehr Vögel und vor allem Insekten (nicht nur Moskitos). Auch wenn man Spinnen nicht mag, ist es schon interessant zu beobachten, wie schnell sie ein neues Objekt wie z.B. ein Auto oder ein Zelt mit einem Netz einfangen.
Hier haben wir nun ein Apartment gemietet. Da wir aber bei unseren Reisen in die USA in den letzten 22 Jahren fast nur auf Campingplätzen übernachtet haben, gab es für uns in einem Apartment einiges neu zu entdecken. Los ging es mit dem Wasserhahn in der Küche. Da kein Wasser kam, dachten wir, man müsse erst den Hahn aufdrehen (so wie in Deutschland meist bei der Waschmaschine). Ein passender Knopf war vorhanden, aber Wasser kam trotzdem nicht. Es gab nur einen Riesenlärm. Nach einigen Recherchen stellte sich der Knopf als Schalter für den automatischen Schredder heraus. In Deutschland gibt man sich alle Mühe, möglichst wenig feste Bestandteile in den Ausguss kommen zu lassen. Die Amerikaner lösen das anders: Sie bauen einfach einen Schredder in den Abfluss ein.
Die nächste Überraschung war ein weiteres undefinierbares Geräusch. Zunächst dachten wir, vor unserer Tür wäre ein Kind mit Skateboard unterwegs. Als das Geräusch sich in regelmäßigen Abständen wiederholte, mussten wir doch nachforschen. Ergebnis war: unser Tiefkühlfach produziert Eiswürfel, die in bestimmten Abständen in eine Schüssel fallen. Da wir das nicht wussten und diese Schüssel zweckentfremdet hatten, flogen die Eiswürfel mit einem Riesenkrach durch das ganze Tiefkühlfach. Naja, woher sollen wir wissen, dass hier die Eisfächer selbständig und unaufgefordert Eiswürfel produzieren? Also wieder was gelernt ...
Ansonsten genießen wir unsere 2 Strandtage, auch wenn Strandurlaub für uns nicht das Richtige ist und der Strandtag meist nach 2 Stunden vorbei. Immerhin haben wir gelernt, dass es hier nicht immer nur heiß ist. Gestern war es unerträglich und wollte auch nachts nicht abkühlen. Heute dagegen war es tagsüber sehr angenehm und vorhin gegen 21 Uhr mussten wir sogar vom Balkon flüchten. In Shorts und T-Shirt war es dort zu kalt.
Ein kleines Rätsel zum Abschluss: Woran erkennt man an einem geparkten Auto, ob dieses von einem Amerikaner oder einem Europäer abgestellt wurde? Die Auflösung und ein paar Bilder gibt´s im Kommentar.
Einen schönen Sonntag und Feiertag!
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chrisstef,
Samstag, 23. Mai 2015, 6:11 AM
Rätselauflösung und Bilder aus Georgia und Florida
Rätselauflösung
Ganz einfach: wenn der Europäer sein Auto abstellt und weggeht, nimmt er seine Wertsachen mit oder versteckt sie zumindest irgendwo unter dem Sitz. Der Amerikaner dagegen lässt Klimaanlage und Motor laufen und geht weg. Immerhin ist es so im Auto schön kühl, wenn er zurück kommt. Dumm ist nur, wenn er am Abend vergisst, den Motor abzustellen. Dann steht man am nächsten Morgen vor dem Auto und der Tank ist leer :-)
Hier sind noch ein paar Bilder ...

Dieser kleine Kerl konnte sich nicht entscheiden, was größer ist: die Neugierde oder die Angst. Aber unterhaltsam war er.

So sehen hier einige Landstraßen aus, sehr tropisch eben. Das erinnert sehr an Hawaii, auch wenn dort das Klima angenehmer ist, weil nicht ganz so heiß und mit mehr Wind.

Dieses Bild wollten wir Euch nicht vorenthalten. Dieser hübsche Haushaltsartikel begleitet uns schon seit einigen Jahren und sorgt immer wieder für gute Erfrischung und viel Spaß. Eine Wasserpistole geht auch, aber so eine Spritzflasche gibt es in jedem Supermarkt.

Dieses Bild haben wir in Fernandina Beach Downtown Historic District gemacht. Wir dachten, da passt Schwarzweiß gut zum Motiv.

Dieses Bild zeigt den Fahrweg im Fort Clinch State Park Campground und gehört zum Thema: "Die Amerikaner fahren kleinere Autos" :-)

Fischer gibt es hier tatsächlich auch noch, insbesondere Krabbenfischer.

Dieses Gebäude steht im Historic District von St. Augustine. St. Augustine war die 1. feste Siedlung in der Neuen Welt, gegründet durch die Spanier. Dieses Jahr wird hier 450. Jahrestag gefeiert. Als Europäer kann man darüber nur müde lächeln. Allerdings sieht es in dieser Altstadt tatsächlich wie in Südspanien aus.

Ein weiteres Gebäude im Historic District von St. Augustine. Es gibt noch viele mehr ....
Ganz einfach: wenn der Europäer sein Auto abstellt und weggeht, nimmt er seine Wertsachen mit oder versteckt sie zumindest irgendwo unter dem Sitz. Der Amerikaner dagegen lässt Klimaanlage und Motor laufen und geht weg. Immerhin ist es so im Auto schön kühl, wenn er zurück kommt. Dumm ist nur, wenn er am Abend vergisst, den Motor abzustellen. Dann steht man am nächsten Morgen vor dem Auto und der Tank ist leer :-)
Hier sind noch ein paar Bilder ...

Dieser kleine Kerl konnte sich nicht entscheiden, was größer ist: die Neugierde oder die Angst. Aber unterhaltsam war er.

So sehen hier einige Landstraßen aus, sehr tropisch eben. Das erinnert sehr an Hawaii, auch wenn dort das Klima angenehmer ist, weil nicht ganz so heiß und mit mehr Wind.

Dieses Bild wollten wir Euch nicht vorenthalten. Dieser hübsche Haushaltsartikel begleitet uns schon seit einigen Jahren und sorgt immer wieder für gute Erfrischung und viel Spaß. Eine Wasserpistole geht auch, aber so eine Spritzflasche gibt es in jedem Supermarkt.

Dieses Bild haben wir in Fernandina Beach Downtown Historic District gemacht. Wir dachten, da passt Schwarzweiß gut zum Motiv.

Dieses Bild zeigt den Fahrweg im Fort Clinch State Park Campground und gehört zum Thema: "Die Amerikaner fahren kleinere Autos" :-)

Fischer gibt es hier tatsächlich auch noch, insbesondere Krabbenfischer.

Dieses Gebäude steht im Historic District von St. Augustine. St. Augustine war die 1. feste Siedlung in der Neuen Welt, gegründet durch die Spanier. Dieses Jahr wird hier 450. Jahrestag gefeiert. Als Europäer kann man darüber nur müde lächeln. Allerdings sieht es in dieser Altstadt tatsächlich wie in Südspanien aus.

Ein weiteres Gebäude im Historic District von St. Augustine. Es gibt noch viele mehr ....
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